HINTERGRUNDMATERIAL

Sonderausstattung zur Lilith-Saga
Hier findet ihr Hintergrundmaterial zur Lilith-Saga – Informationen zu Personen, Orten und Begebenheiten, die mich beim Schreiben der Serie inspiriert haben (bei einer DVD würde man diese Rubrik als „Sonderausstattung“ bezeichnen).
Ich hoffe, dass die Informationen zumindest einen kleinen Einblick geben können, wie die Serie entstanden ist.
Ich werde ganz bewusst nicht chronologisch vorgehen, denn dann würde ich für diejenigen unter euch, die die Bücher noch lesen möchten, eventuell zu viel vorwegnehmen. Deshalb werde ich die einzelnen Punkte einfach kunterbunt auflisten. Viel Spaß!

Asmodeos Gemälde
Der Wanderer über dem Nebelmeer – Caspar David Friedrich

Beginnen möchte ich meine Tour mit einem ganz besonderen Bild. Es ist das Bild, welches Lilith in Asmodeos Wohnung entdeckt. Bei dem Bild handelt es sich um ein Ölgemälde von Caspar David Friedrich (1774 -1840), der als der bedeutendste Maler und Zeichner der deutschen Früh-Romantik gilt.
Das Gemälde, das ich in dem Buch beschreibe, hat den Namen „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Ich finde, es hat eine ganz besondere Ausstrahlung, die mich jedes Mal, wenn ich es betrachte, gefangen nimmt. Ich habe diese besondere Atmosphäre im Verlauf meiner Geschichte auf unterschiedliche Weise mehrfach zitiert.

cdfriedric-nebelmeer
aus: Wikipedia Commons

Und was hat Goethe damit zu tun?

Als ich mit dem Schreiben angefangen habe, habe ich mir nicht vorstellen können, welche Eigendynamik das Ganze entwickeln würde.
Da war diese Idee für eine Geschichte, die mich irgendwie nicht mehr losließ. Diese Idee kam einfach so in meinen Kopf geschlendert, setzte sich fest, wuchs und wuchs … bis sie raus wollte. Und als sie mich erstmal so weit hatte, dass ich anfing, sie niederzuschreiben, da legte sie erst richtig los.
Und ich? Nun, ich war mehr als willig, der Story zu folgen und den Charakteren Lilith, Johannes und Asmodeo die Gelegenheit zu geben, ein Eigenleben zu entwickeln. Nach und nach kamen dann weitere Charaktere dazu –und, schwups, hatte ich plötzlich ein ganzes Universum.

Aber nun der Reihe nach:
Auslöser war Goethes “Faust”.
Ich mag Goethes Faust und ich liebe die Verfilmung des Theaterstücks mit Gustaf Gründgens.
Gründgens war ein ganz außergewöhnlicher Schauspieler. Als Teufel Mephisto ist er einfach faszinierend.
Vor einigen Jahren habe ich die DVD geschenkt bekommen und habe mir den Film nach langer Zeit erneut angesehen. Und die Story hatte nichts von ihrer Faszination verloren.
„(Ich bin) ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“ stellt sich Mephisto vor, als Faust ihn heraufbeschwört.

In meinem Kopf begann es nur so zu rattern…

• Wie fühlt es sich für einen Teufel wohl an, wenn er über Jahrtausende versucht, das Böse auf der Welt zu verbreiten und dabei ständig scheitert? Ist das nicht absolut ätzend?
• Wird der Dämon nicht irgendwann depressiv? (ich jedenfalls würde depressiv werden, wenn ich wüsste, dass alles, was ich mache, letztendlich nichts bewirkt).
• Kommt nicht irgendwann der Punkt, wo der Dämon sich sagt „Schluss jetzt, mir reicht’s, ich mache da nicht bis in alle Ewigkeit mit, ich bringe das jetzt zu Ende“? – Und als Dämon liegt es in seiner Natur, dabei einen Weg zu suchen, dem Bösen ein für allemal zum Sieg zu verhelfen.
• Wie stellt das der Dämon an? Was ist das Gute? Oder besser gesagt, was ist der Kern des Guten?

Ich grübelte über diese Frage nach und hatte bald die Antwort: Klar doch, der Kern des Guten ist die Liebe. Die muss der Dämon auslöschen, dann ist er frei und am Ziel.

Aber wie schafft es der Dämon, die Liebe auszulöschen? Er kennt sie ja nicht, weil Dämonen nicht lieben können. Oder etwa doch? Und was macht das aus ihm, wenn er sich wirklich verliebt? – In eine junge Frau, die ihre eigenen Geheimnisse hat?….

Was sich daraus entwickelt hat, könnt ihr in der Lilith-Saga nachlesen.
Ich hoffe, die Story gefällt euch so sehr, wie sie mir gefällt. Ich hoffe, dass ich es geschafft habe, sie so zu erzählen, dass ihr in das Universum um Lilith, Johannes und Asmodeo abtaucht und gar nicht mehr wieder auftauchen wollt. Denn so geht es mir, wenn ich sie niederschreibe.
Und ich bin noch lange nicht fertig. Da ist noch so vieles in meinem Kopf, war raus will….

Ich bin jetzt schon gespannt, womit mich unsere drei Helden überraschen werden, denn komischerweise glaube ich genau zu wissen, wo es lang geht, aber dann machen Lilith, Johannes oder Asmodeo irgendetwas, was ich nicht vorhergesehen habe und die Story nimmt ihren eigenen Lauf.
Manchmal ist das fast schon ein wenig unheimlich.
Als wäre die Geschichte schon immer da gewesen und hätte nur darauf gewartet, erzählt zu werden.
Nachfolgend ein kurzes Video mit dem unvergleichlichen Gustaf Gründgens als Mephisto.

Wacköön – W:O:A

2-wacken
Wikipedia Commons: Source=http://www.flickr.com/photos/bighairydave/33307093/ |Author=bighairydave |Date=11 de agosto de 2005 |Permission=Mirar abajo

Laut Angaben der Veranstalter ist das Wacken Open Air (W:O:A) das größte Heavy-Metal-Festival der Welt und gleichzeitig das inzwischen größte jährlich stattfindende 3-Tage-Open-Air-Festival Deutschlands. in den vergangenen Jahren lag die Besucherzahl jeweils bei rud 85.000 Menschen.

Die Atmosphäre in Wacken ist einfach irre. Das muss man zumindest einmal gesehen und miterlebt haben.
Und was hat Wacken mit der Lilith-Saga zu tun?
Lest es nach! 🙂

3-wacken2
Wikipedia Commons: Author=Martacabrera

4-wacken3
Wikipedia Commons: Author=Martacabrera

Asmodeos theme

Ursprünglich wollte ich am Buchanfang von Für ein Ende der Ewigkeit einen ganz bestimmten Songtext zitieren, der Asmodeos ursprüngliche Motivation und seine anfänglichen Gefühle sehr treffend beschreibt.
Dann habe ich mich mit dem Urheberrecht näher befasst und habe es mit großem Bedauern bleiben lassen müssen.
Was für Romane gilt, gilt auch für Homepages. Ohne die ausdrückliche Genehmigung des jeweiligen Künstlers darf man keine Lyrics zitieren.
Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! 🙂
Der Song, den ich meine, wurde ursprünglich von The Who geschrieben und später von Limp Bizkit gecovert.
“Behind Blue Eyes” – ihr kennt ihn alle.
Hier das auf youtube eingestellte Video dazu. Lehnt euch zurück und genießt!

Ich liebe diesen Song! <3

Der Van Gogh in Johannes’ Villa

Johannes hat in seinem Schlafzimmer ein Bild von Van Gogh hängen, welches ihm sein Großvater vererbt hat.
Vincent van Gogh(1853 bis 1890) war ein niederländischer Maler und Zeichner; er gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Er hinterließ rund 1000 Gemälde und ebenso viele Zeichnungen. Seine Bilder erzielen heutzutage Rekordpreise bei Auktionen. Zeit seines Lebens konnte er jedoch kaum ein einziges Bild verkaufen. Er war bettelarm. Wenn ihn sein Bruder nicht unterstützt hätte, wäre er wohl verhungert.
Vincent van Gogh litt an Anfällen, die mit Wahnvorstellungen, Albträumen und schwersten Depressionen einhergingen. Aus diesem Grund wurde er mehrfach in Nervenheilanstalten behandelt. Nur wenn er malte, fühlte er sich frei und unbelastet.
Ihr alle kennt Bilder von Van Gogh – z. B. die Sonnenblumen oder aber die Sternennacht. Wenn ihr Van Goghs Gemälde betrachtet, könnt ihr erkennen, wie sehr er gelitten und wie stark er um seinen Verstand gekämpft haben muss.
Johannes besitzt folgendes Gemälde:

5-vangogh

Kornfeld mit Zypressen, von Wikipedia Commons

Rennes le Chateau

… spielt eine Rolle im ersten Teil meiner Lilith-Saga. Gerti erzählt Lilith, dass Asmodeo dort getauft wurde.
Es existieren zahlreiche mystische Legenden über das kleine südfranzösische Dorf mit rund 100 Einwohnern am Fuß der Pyrenäen. Unzählige Bücher beschäftigen sich mit diesem Mythos.
Ausgangspunkt dieser Legenden ist die Dorfkirche Sainte Marie-Madeleine .
Das rund 1000 Jahre alte, baufällige Gemäuer wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom damaligen Pfarrer Bérenger Saunière renoviert und umgestaltet.
Und damit fing alles an.
Die Sanierung der Dorfkirche kostete für damalige Verhältnisse ein enormes Vermögen (rund 500.000 €), das der Pfarrer eigentlich niemals hätte aufbringen können.
Es wird behauptet, der Pfarrer habe bei der Renovierung des Altars alte geheimnisvolle Pergamente gefunden und sei – nachdem er den Bodenbelag der Kirche abtragen ließ – auf ein Versteck gestoßen.
Was der Pfarrer dort gefunden hat, ist bis heute unklar. Es wird gemunkelt, die Pergamente hätten den Pfarrer zu dem im Dorf versteckten Heiligen Gral sowie zu den Schätzen der Templer geführt.
Nachweisbar ist, dass der Pfarrer am 21.09.1891 in sein Tagebuch schrieb: „Grab entdeckt“. Außerdem ließ er über das Kirchenportal den Spruch „Terriblis est locus iste“ einmeißeln (dieser Ort ist schrecklich).

rennes1
(c) Wikimedia.org/Carquinyol

Fakt ist auch, dass der Pfarrer in den folgenden Jahren umgerechnet mehr als eine Million Euro ausgab. Er erwarb ab etwa 1900 Grundstücke, die an die Kirche angrenzten und weitere in der Umgebung. Er ließ für sich eine Villa errichten und einen Turm, der als Wahrzeichen von Rennes le Chateau gilt.

Mehrere mysteriöse Todesfälle und Morde im unmittelbaren Dunst- bzw. Freundeskreis des Pfarrers geben Anlass zu Spekulationen, dass der Pfarrer etwas Wertvolles und Wichtiges gefunden haben muss.

Die Dorfkirche Sainte Marie Madaleine

An ihrem Eingang, auf der linken Seite, unter der Statue der Jungfrau, hat der Pfarrer einen westgotischen Pfeiler hinstellen lassen, welcher den alten Altar gestützt hatte. Darauf ist ein Kreuz dargestellt, das “Kreuz des Schweigens”. Erstaunlich ist, dass er es umgekehrt aufstellen ließ.
Am Eingang befindet sich ein Teufel, welcher den Weihwasserkessel trägt. Es ist Asmodeus.

Asmodeus
(c) Wikimedia.com/Hawobo

Über ihm erheben sich vier Engel. Die Engel ruhen auf einem Sockel mit zwei 2 Greifen, welche als Wächter des Schatzes bezeichnet werden. Unter den Engeln befindet sich der von Kaiser Konstatin (~ 300 n. Chr.) im Himmel gesehene Satz “par ce signe tu vaincras” (durch dieses Zeichen wirst du siegen), mit dem Unterschied, dass hier steht “par ce signe tu le vaincras” (durch dieses Zeichen wirst du ihn besiegen).

vierengel
File:St.Madeleine Weihwasserbecken.JPG
(c) Wikimedia.com/Hawobo
Alle Statuen in der Kirche schauen zu Boden. Zur Rechten des Altars befindet sich die Jungfrau mit einem Kind, zur Linken Josef – auch mit einem Kind. Zwei Jesus-Kinder in einer Kirche??… Zwillingsbrüder, oder ?

altarmitstatuen
File:Altar Rennes-le-Chateau.jpg
(c) Wikimedia.com/Pumuckel42

Beim Altar kann man eine rothaarige Maria Magdalena sehen. Laut der Bibel soll sie aber blond gewesen sein…

Es wird gesagt, dass es sich bei diesem Altarbild um die einzige Arbeit handelt, die der Pfarrer selbst ausgeführt hat. Es soll sehr viele Hinweise auf die Art des gefundenen Schatzes beinhalten sowie auch auf den Fundort.

altarbild
Datei:St.Madeleine Altar.JPG, (c) Wikimedia.com/Hawobo

Die Thesen um Rennes le Chateau lassen sich weder hundertprozentig beweisen, noch mit Sicherheit völlig widerlegen.

Ein leiser Zweifel bleibt, dass an dem Geheimnis doch mehr dran sein könnte, als der gesunde Menschenverstand bereit ist, sich einzugestehen…

Der “Wagenpark” von Lilith, Johannes und Asmodeo

Ganz auf die Schnelle möchte ich euch den „Wagenpark“ von Lilith, Johannes und Asmodeo vorstellen.
Da hätten wir als erstes das Motorrad von Lilith. Sie hat eine Suzuki Savage. Sicher gibt es viel modernere Maschinen. Aber ist das Bike nicht eine Schönheit?

motorrad
Asteride aus der deutschsprachigen Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], vom Wikimedia Commons

Gerti, die Oma von Lilith, fährt einen Karmann Ghia.
…*Auchhabenwill!*

karmanghia
von Flominator (Diskussion) (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons

Lilith und Johannes nehmen gelegentlich das Fahrrad. Räder kennen wir alle. Ich glaube, da braucht es jetzt kein Foto, oder? 🙂
Johannes nutzt außerdem neben einem Jaguar (die Autos kennen wir auch) ein BMW 507 Coupe. Leute, das Teil ist einfach eine Wucht! Ich habe neulich im Internet ein sehr gut erhaltenes Exemplar gesehen. Die wollten über 750.000 € dafür…

BMW507
FatAlbert aus der deutschsprachigen Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Und dann ist da Asmodeo mit seiner MV Agusta F 4 CC. Das Superbike des italienischen Herstellers ist eines der schnellsten und stärksten Serienmotorräder der Welt, limitiert auf 100 Exemplare. Der Listenpreis liegt bei rund 100.000 €.

superbike
on theotherkiwi (Extract from Picasaweb Album) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Batmobil nennt Lilith Asmodeos Mercedes McLaren. Und wenn man sich den Wagen so ansieht, ist ihre Bezeichnung treffend:

mclaren
Mercedes-Benz SLR McLaren From the Scarsdale Concours Source: Photos by en:Wikipedia user Nrbelex, uploaded by permission {{GFDL}}

Mit rund 450.000 € Kaufpreis incl. MWSt ist der McLaren auch nicht gerade billig.
Und last but not least wäre da noch Asmodeos Stretchlimousine. Auch hier erübrigt sich ein Foto – getreu dem Motto “you’ve seen one of them, you’ve seen them all” 🙂

Das Walberla

Heute möchte ich euch einen ganz besonderen Ort aus meinen Büchern vorstellen, der sowohl bei “Für ein Ende der Ewigkeit”, als auch bei “Eine andere Art von Ewigkeit” eine Rolle spielt. Es handelt sich um den „Tafelberg“. Und wenn ich richtig darüber nachdenke, greife ich ihn auch immer wieder in meinen anderen Romanen auf.
Der Tafelberg existiert wirklich. Er ist die Ehrenbürg in der fränkischen Schweiz, landläufig aber meist „Walberla“ genannt.

walberla
(c) Benreis at old wikivoyage shared [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Was macht diesen Berg so besonders?
Es ist allein schon seine Form. Das Walberla zieht die Blicke einfach auf sich. Als Betrachter ahnt man sofort, dass das Walberla mehr ist, als Felsen und Stein.
Wenn man nach dem Aufstieg die Hochfläche betritt (das Auto muss man auf halbem Wege stehen lassen), stockt einem der Atem. Die Aussicht ist einfach grandios. Und auch der Rundgang über das Walberla ist sehr beeindruckend. Man merkt sofort, dass man einen kraftvollen, geheimnisvollen und mystischen Ort betreten hat.

walberla
von (User:Alma) (own picture, made with Canon PowerShot A430) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Zahlreiche Ausgrabungsfunde belegen, dass das Walberla als Kultplatz der Kelten, als ein germanisches Heiligtum und anschließend auch als eine christlich geweihte Stätte genutzt wurde. Auf dem Walberla befindet sich noch heute eine im 17. Jahrhundert gebaute Walburgis-Kapelle.
Seit der frühen Jungsteinzeit (um ca. 5500 v. Chr) ist eine Besiedlung des Walberla belegt, die sich bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. nachweisen lässt. Rund 500 v. Chr. war das Walberla mit einer mächtigen Wallanlage umgeben und galt als Machtzentrum für die ganze Region.
Heutzutage dient das Walberla als beliebtes Ausflugsziel. An jedem ersten Sonntag im Mai findet auf dem Berg das Walberla-Fest zu Ehren der Heiligen Walburga statt, das als ältestes Frühlingsfest Deutschlands gilt. Es soll seine Wurzeln in einem alten heidnischen Opferfest zu Ehren Wotans haben.

Apropos Opferfest: Bei den Ausgrabungen wurden Skelette gefunden, denen die Gliedmaßen fehlten (darunter auch Säuglinge). Die Knochen bzw. die Fragmente wiesen Schnittspuren auf – ein deutliches Indiz für Kannibalismus.

Es ranken sich zahlreiche Mythen und Sagen ums Walberla. Sie alle hier niederzuschreiben, würde den Rahmen sprengen. An dieser Stelle nur so viel: Das Walberla galt lange Zeit als Rückzugsort für Hexen und Dämonen, die besonders in der geheimnisvollen Walpurgisnacht dort ihr Unwesen trieben. Rund um die Walberla war die Hexenverfolgung deshalb auch besonders stark ausgeprägt. Man glaubte, dass sich Menschen, die ihre Seele dem Teufel verschrieben hatten, mit Hilfe einer “Hexensalbe” von ihrem Körper lösen konnten, um als Geister durch die Nacht zu reiten.